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Tennet TSO GmbH - Ostbayernring

Ankündigung der bodenkundlichen Baubegleitung auf geplanten Baufeldern und Zuwegungen


Der Ostbayernring ist eine rund 185 Kilometer lange bereits bestehende Stromtrasse, die von Redwitz in Oberfranken über Mechlenreuth und Etzenricht bis nach Schwandorf in der Oberpfalz führt. Aufgrund der zunehmenden Einspeisung regenerativer Energien gerät der Ostbayernring regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen. Um die Versorgungs-, Netz- und Ausfallsicherheit für die gesamte Region Oberfranken und Oberpfalz auch zukünftig sicherzustellen, müssen die Transportkapazitäten des Ostbayernrings deutlich erhöht werden. Hierzu ist ein Ersatzneubau in bestehender Trasse geplant, um die bestehenden 380/220-kV-Systeme auf zwei 380-kV-Systeme auszubauen. Nach der Fertigstellung erfolgt der Rückbau der Bestandstrasse.

Der im März 2020 geplante Erörterungstermin zum Leitungsabschnitt Etzenricht – Schwandorf wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt. Zwischenzeitlich wurde das Genehmigungsverfahren von der Regierung der Oberpfalz unter Anwendung des PlanSig (Planungssicherstellungsgesetz) für den obigen Leitungsabschnitt mit einer Online-Konsultation fortgesetzt. Derzeit erarbeitet TenneT die Deckblatt-unterlagen, mit denen letzte Planänderungen beantragt werden. Mit Planfeststellungsbeschluss genehmigt die Regierung der Oberpfalz den endgültigen Leitungsverlauf. TenneT erwartet die Genehmigung im Laufe des Jahres 2021, so dass im kommenden Jahr der Bau der Leitung beginnen wird.

Um bereits im Vorfeld zum Baubeginn ein Bodenschutzkonzept erarbeiten zu können, führen wir voraussichtlich vom 14. September 2020 bis 20. November 2020  im Zuge der bodenkundlichen Baubegleitung eine Bohrstockkartierung auf den geplanten Baufeldern und Zufahrtswegen durch. Der genaue zeitliche Ablauf hängt von äußeren Umständen ab, z.B. von örtlichen Gegebenheiten oder wetterbedingten Bodenverhältnissen. Pro Fläche werden die Arbeiten nur wenige Stunden in Anspruch nehmen. Die TenneT TSO GmbH hat das Ingenieurbüro JENA-GEOS® GmbH damit beauftragt, die erforderlichen Untersuchungen durchzuführen.

Die bodenkundliche Bestandsaufnahme erfolgt mittels Pürckhauer Bohrstock. Dabei wird eine ca. 1 m lange Stahlstange mit Nut mittels Kunststoffhammer in den Boden eingeschlagen und anschließend wieder herausgezogen. Anhand der entnommenen Bodenproben können unter anderem das Bodenprofil, die Bodenart und die Schichtmächtigkeit (Ober- und Unterboden) bestimmt werden. Pro Fläche werden 1 bis 3 Sondierungen durchgeführt. Durch die Bohrstocksondierungen entstehen keine Flurschäden. Die Flächen werden nicht befahren, sondern zu Fuß begangen. Die Zufahrt erfolgt mittels PKW ausschließlich auf bestehenden Wegen. In den folgenden beiden Abbildungen sind ein Pürckhauer Bohrstock und der Ziehvorgang dargestellt:

Die Berechtigung zur Durchführung solcher Vorarbeiten ergibt sich aus § 44 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Die Maßnahme wird seitens TenneT hiermit rechtzeitig ortsüblich bekannt gegeben.

Download Bekanntmachung:
Bekanntmachung - Ankündigung bodenkundlichen Baubegleitung