Loading...

Sehenswürdigkeiten

Historische Altstadt
Historische Altstadt Nabburg

Die mittelalterliche Stadt Nabburg ermöglicht mit ihrer Architektur einen Blick zurück in längst vergangene Zeiten. Die historische Altstadt und die fast vollständig intakte Stadtmauer mit Mähntor und Obertor – sind Wahrzeichen für die mittelalterliche Bedeutung der Stadt. Dechantturm, Altes Rathaus, Bürgerspital, Pfarrkirche, Pulverturm, Schlosshof, Schmidt-Haus und Zehenstadel sind weitere Zeugen der Vergangenheit. Stadtführungen werden das ganze Jahr über angeboten, aber auch ein Stadtrundgang auf eigene Faust lohnt sich.

Informationen Altstadtsanierung



Mähntor

Der rechteckige Turm ist viergeschossig mit zinnengekröntem Vorbau, der äußerst spitzbogige Torbogen zeigt die Jahreszahl des Umbaus, 1532. In der gewölbten Durchfahrt finden sich noch Reste barocker Deckengemälde, die "Himmelfahrt Mariä" darstellend.
Als Skulptur steht in seiner Nische "Christus an der Geiselsäule".
"Mähn-Tor" gebot den Kutschern, ihre Pferde bergab zu führen (=franz. "mene").
Wachsender Verkehr erzwang um 1900 die zweite, große Durchfahrt.



Rentamt und Landratsamt

Der Untere Markt, im Volksmund wegen der Viehmärkte als „Kouhbierl“ bekannt, hieß früher offiziell „Rentamtsplatz“. Die gleichnamige Behörde war in jenem Eckgebäude untergebracht, das 1904 dem „Bezirks-„ und späteren „Landratsamt“ weichen musste. Nach der Gebietsreform 1972 wurde der Landkreis Nabburg in den Großlandkreis Schwandorf integriert. Im schmucken „Alten Landratsamt“ ist nun seit 1997 die Polizei untergebracht.



Schmidt-Haus

„Carpe diem! –  Nütze den Tag!“
Karl Schmidt (1891 dort geboren) verewigte sein Lebensmotto in seiner Hausfassade, die er 1930 zur 1000-Jahr-Feier Nabburgs mit übermaltem Kratzputz verzierte. Nach Architekturstudium und Kunstgewerbeschule war er in Nabburg ab 1923 als Bauschätzer der Bayerischen Versicherungskammer tätig.
Sein Haus machte er im „Bedürfnis zu schaffen“ zum Gesamtkunstwerk, das die Stadt 1971 erbte. Seit 2001 ist es Museum und kultureller Treffpunkt.



Rathaus

Das Nabburger Rathaus wurde bereits 1417 errichtet. Im 16. Jahrhundert folgten der Turm mit der Uhr, der Renaissanceanbau mit Portal, Treppe und Loggia. Im Rathaus waren kleine Läden, die Stadtwaage und neben dem Sitzungssaal auch ein Hochzeitssaal. Über 100 Jahre war das Haus zweckentfremdet, bis es nach einer Generalsanierung 1995-1998 heute wieder zum Amtssitz des Bürgermeisters und zum Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg wurde.



Castillon-Brunnen

Am 17. Mai 1986 besiegelten die Bürgermeister Marcel Jouanno für die französische Stadt Castillon-la-Bataille und Bürgermeister Alois Kraus für die Stadt Nabburg eine Städtepartnerschaft. Dieser Freundschaft wurde im Jahr 2002 der neue Brunnen vor dem Rathaus – gestaltet vom Nabburger Künstler Paul Schinner – gewidmet. Zwei kräftige Wasserstrahlen, die Flüsse Dordogne und Naab, fließen aufeinander zu und erzeugen in der Schale ein bewegtes Spiel. Diese drückt symbolisch das lebendige und friedliche Miteinander beider Städte aus.



Stadtparrkirche St. Johannes der Täufer

In einer Bauzeit von etwa 1290 bis 1349 entstand mit St. Johannes der Täufer Nabburgs hochgotischer "Dom". Der nördliche von einst zwei Türmen brannte 1536 durch Blitzschlag ab. Die einzigartige Doppelchoranlage prägt das Innere. Neben dem neugotischen Altar, dem Taufstein und den Fenstern ist auch die Madonna auf der Mondsichel (1470) sehenswert. Vom neugotischen Inventar (1961 entfernt) blieb nur der Hochaltar übrig, der 1981 wieder errichtet wurde.
Das Portal wurde im 18. Jahrhundert überbaut.



Stadtmuseum Zehentstadel

Als die Bauern ihre Pacht mit dem „Zehnten“ ihres Ertrages bezahlten, diente der „Zehent“ –stadel als Lager. 1547 errichtet, boten die vier Etagen in Holzbauweise dem Getreide für die benachbarte Brauerei viel Platz.
Ebenerdig wohnte der Braumeister. Ab 1840 war mit diesem System auch der Sinn des Gebäudes überholt und es stand wohl „nun mehr aus Gewohnheit“.
Nach der Sanierung des Gebäudes ist dort jetzt das Stadtmuseum mit der Kulturgeschichte: „Von Menschen und ihrer Stadt", mit der Naturkunde: „Von Menschen und Tieren“ und dem Informationszentrum für Ameisenkunde untergebracht.



Bürgerspital Nabburg

Pfarrer Johann Zenger erwähnte erste Pläne zu dieser Einrichtung in seinem Testament von 1412. Die Bürgersleut konnten, nachdem sie ihr Anwesen übergeben hatten, hier mit Unterstützung der Spitalstiftung ihren Lebensabend verbringen. Die Stadt Nabburg führt die Spitalstiftung bis heute fort.

1990 saniert und modernisiert, sind neun Wohnungen untergebracht. Heute sind hier öffentlich geförderte Sozialwohnungen.

Informationen Bürgerspital Restaurierung und Revitalisierung



Kath. Jugendwerk

Zu Nabburgs Brautradition gehört die „Kommunbrauerei“ im Spitalhof. Mit dem Zehentstadel diente sie einst der Versorgung des „Bürgerspitals“. Um 1900 aufgelöst, war das Gebäude bis 1923 zur Konservenfabrik Ziegler umfunktioniert, dessen Inhaber es nach dem Firmenumzug der kath. und evang. - luth. Kirche für die „Jugend der Stadt Nabburg“ schenkte.
Heute beherbergt das Jugendwerk das kath. Pfarrzentrum.



Obertor

Der zweigeschossige, achteckige Torturm mit Freitreppe bildet den nordwestlichen Ausgang der Altstadt.
An der Außenmauer sind Spuren einer Fallgitter-Vorrichtung zu erkennen und daneben datiert die Zahl 1565 den Zeitpunkt einer Umbauphase.
Verkehrsbedingt wurde 1913 die zweite, größere Durchfahrt geschaffen.
Seit der Renovierung 1995 sind im Turm Büroräume eingerichtet. Eine Sage erzählt Vom Hufeisen am Obertor.



Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald

In der historischen Altstadt direkt am Obertor liegt das Tourismuszentrum. Vielfältige Prospekte über den gesamten Oberpfälzer Wald, seine verschiedenen Regionen sowie über Nachbarregionen, Ausflugsziele und Städte, Infos zu den Themen Radeln, Reiten, Wandern, Camping, Angeln, Wassersport, Wintersport warten auf Sie. Das Infoterminal vor dem Tourismuszentrum informiert Sie rund um die Uhr über Gastgeber, über Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr…



Laurentiuskirche

Der Vorgängerbau dieser spätgotischen Kapelle aus dem Jahr 1489 dürfte die Burgkapelle gewesen sein. Nach der Säkularisierung benutzte man die Kapelle als Holz- und Kohlenlager. 1922 erwarb der „Verein der Protestanten Nabburgs“ zum Abhalten ihrer Gottesdienste die Kirche.
Das Lutherlied „Eine feste Burg ist unser Gott…“ erinnert an die Epoche der Reformation.
Bis zum Jahre 1629 bekannten sich die Bürger der Stadt Nabburg zum evan.-luth. Glauben. Bereits 1623 setzte die Gegenreformation ein.



Pflegschloss

An dieser Stelle dürfte vor uralter Zeit die bedeutende "Nab-Burg" gestanden haben. Eine Urkunde von König Heinrich I., die er 929 auf der Burg ausgestellt hat, untermauert die Bedeutung der "Marca Nabpurch". Nach dem Aussterben der herrschenden "Schweinfurter" und "Diepoldinger" übt später hier im Pflegschloss ein "Wittelsbachischer Landpfleger" sein Amt aus. Deshalb heißt dieser weiträumige Hofbereich "Schlosshof". In dem 1750 zuletzt umgebauten und jüngst sanierten Komplex ist das Vermessungsamt untergebracht.



Stadtteil Venedig mit Nikolauskirche

Der Stadtteil Venedig liegt am gegenüberliegenden Ufer der Stadt. Dort steht auch die Nikolauskirche.
Auf älteren Fundamenten steht diese früher dreischiffige Hallenkirche mit Empore aus dem 12. Jahrhundert.
Ebenerdig war sie feuersicheres Warenlager und darüber Andachtsraum.
Auf einem Votivbild von 1796 sind noch zwei Türme zu sehen.
Nach der Säkularisierung 1806 privat als Scheune in Gebrauch, erwarb sie 1910 der Bayerische Staat. Seit 1970 dient sie u.a. als Kriegergedächtnisstätte der Stadt Nabburg.
Zu Nikolaus findet seit 1517 an der Kirche der traditionelle Krammarkt statt.



Friedhofskirche St. Georg mit Strochennest

Auf einer Anhöhe befindet sich die Friedhofskirche St. Georg mit dem schon auf dem Merianstich 1644 abgebildeten Storchennest. Das Nest auf der Friedhofskirche wurde neben dem Stadtwappen mittlerweile zum zweiten Wahrzeichen.
Der Turm der Kirche ist romanisch, die Kirche ein Barockbau. Den Hauptaltar, 1759 gestiftet, und wahrscheinlich auch den südlichen Seitenaltar führte H.A. Croneiß aus. An der Wand gegenüber dem Eingang fällt neben der Kanzel und einer Kreuzigungsgruppe besonders die 1904 errichtete "Lourdes-Grotte" in Auge.



St. Peter und Paul mit Karner in Perschen

Die ursprüngliche Pfarrkirche St. Peter und Paul gehört zu den ältesten Kirchen der Oberpfalz. Urkundlich wird sie 1122 erstmals genannt. Die Kirche ist eine dreischiffige, ursprünglich flachgedeckte romanische Pfeilerbasilika mit zwei Türmen.
Fresken aus der Zeit um 1410 und Säulen mit figürlichen Darstellungen prägen noch immer den Innenraum, trotz späterer Barockisierung. Mit dem Karner und dem Edelmannshof hat sich hier ein sehenswertes Ensemble erhalten.
Der Karner (Beinhaus) ein zweigeschossige Rundbau (1150) mit spitzem Kegeldach. Er beheimatet eine Reihe eindrucksvoller Fresken um 1165 – 1170. Sie sind in ihrem tatsächlichen Originalzustand erhalten, nicht restauriert, mit unglaublicher Leuchtkraft und kunsthistorisch als einzigartig bekannt.